Qualität in der Forschung

Die Rechtswissenschaftliche Fakultät hat im August 2017 ein neues Konzept für die Evaluation ihrer Forschung beschlossen. Dieses ist als Kapitel 4 in das QSE-Konzept-RW vom April 2013 integriert worden.

In das neue Forschungsevaluationskonzept sind namentlich die Erkenntnisse aus einem von Swissuniversities finanzierten Forschungsprojekt zur Situation der Forschungsevaluation in den Geistes- und Sozialwissenschaften eingeflossen. Ein Teilprojekt untersuchte seit 2013 systematisch Möglichkeiten und Grenzen rechtswissenschaftlicher Forschungsevaluation. Die Forschungsergebnisse der ersten Projektphase sind bereits Anfang 2016 in Buchform im Stämpfli-Verlag publiziert worden. Ein auf Englisch publizierter Artikel mit den wichtigsten Erkenntnissen aus dieser Studie ist ausserdem im Juli 2018 bei Oxford University Press erschienen (Publikation).

Die zweite Projektphase war der Untersuchung von Evaluationsverfahren und -kriterien in international vergleichender Perspektive gewidmet. Im Februar 2017 hat in Bern ein Workshop mit Experten und Expertinnen aus 12 europäischen Ländern stattgefunden, an welchem die Erfahrungen mit der bisherigen Praxis der Forschungsevaluation in den jeweiligen Ländern präsentiert wurden. Ein Sammelband mit Beiträgen der Experten und Expertinnen zur Forschungsevaluation in ihrem Land und einer vergleichenden Synthese wird zur Zeit fertiggestellt. Dabei steht die Evaluation von rechtswissenschaftlichen Publikationen im Zentrum.

Das Swissuniversities-Programm „Performances de la recherche en sciences humaines et sociales“ ist inzwischen abgeschlossen. Der vorliegende Schlussbericht  äussert sich in Kapitel 4 auch zur besonderen Situation der Rechtswissenschaft. Eine zentrale Erkenntnis liegt dabei in der Tatsache, dass sich in Bezug auf die  Forschungsevaluation die rechtswissenschaftliche Forschung in verschiedener Hinsicht grundlegend von anderen Forschungsdisziplinen, etwa den Naturwissenschaften, unterscheidet.